Nun hat die Bürgerschaft entschieden.

Selbst der Investor durfte eine Rede halten, mit Lügen untermauert, denn es sind nicht 10 Biestower, die mit seinen Bauplänen nicht einverstanden sind. Da sollte er einmal diejenigen fragen, die in seiner unmittelbaren Umgebung wohnen.

Anderseits wurde die Rede des Vertreters des Ortbeirates regelrecht abgewürgt.

Herr Kreuzer von der Bürgerschaft musste sich noch über einen Brief einer Familie (nicht der Bürgerinitiative!)

aufregen, weil dort von einem Mauerbau gesprochen wurde. Das fand er ganz unpassend. Er und die anderen zustimmenden Mitglieder der Bürgerschaft scheinen nicht zu wissen, zu welchem Projekt sie ihre Zustimmung gegeben haben, denn es wird eine Mauer gebaut. 70 m lang, 2 m , teilweise 3 m hoch.

Bleibt die Frage, wo sie steht – Im Wohngebiet oder im Sondergebiet?

Auch in Brinckmansdorf soll eine Mauer gebaut werden, die steht dann im Wohngebiet.

Wie soll Rostock in Zukunft aussehen, wenn man mal um die Ecke schaut?

Mit freundlichen Grüßen

Irina Brandenburg

Ortsbeirat nur Alibi?

Der Ortsbeirat vertritt die Einwohner und Einwohnerinnen in Angelegenheiten des Ortsbereiches gegenüber der Bürgerschaft und dem Oberbürgermeister.

Der Ortsbeirat berät die Bürgerschaft und den Oberbürgermeister in allen für den Ortsbeiratsbereich wichtigen Angelegenheiten.

So heißt es in der Ortsbeiratssatzung.

Warum aber hört hier keiner dem  Ortsbeirat zu?

Alle drei Ausschüsse der Bürgerschaft, die zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan  Nr. 09.SO.156 „Erweiterung Landhotel Rittmeister“ beraten haben, sind jedenfalls nicht auf die Gründe des OBR zur Ablehnung des B-Plans eingegangen.

Was macht jetzt die Bürgerschaft?

Irina Brandenburg

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!

Niemand? Doch. Zumindest wenn es nach dem Vorsitzenden des Bauausschusses in Rostock geht. Vorsichtshalber sollte man sich den 27. September 2011 schon mal im Kalender mal als Gedenktag vermerken.

Auf der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses, unter der Leitung von Herrn Giesen, wurde festgelegt, dass das Landhotel Rittmeister sich mit einer 2 Meter hohen und rd. 70 Meter langen Mauer von seinem Nachbarn abgrenzen darf. Angeblich aus Lärmschutzgründen. Eine Entscheidung die Fragen aufwirft. Diese Entscheidung bildet nicht nur die Basis für langwierige Rechtsstreitigkeiten. Sie festigt auch die bei den Bürgern vorherrschende Meinung, dass die Verwaltung mit der einseitig ausgelegten Interessenbewertung, nicht nach Bürgerinteressen sondern nach monitären Gesichtspunkten entscheidet.

Es ist zu befürchten, dass die gestrige Mauerbauentscheidung eine Legalisierung für weitere Abgrenzungsbauwerke in der Hansestadt sein könnte.

Hatte man 1961 nicht versucht die Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik vor den negativen Einflüssen des kapitalistischen Westen zu schützen? Heute sollen also die Bürger der Hansestadt vor dem Lärm eines egoistischen Hoteliers geschützt werden?

Wer ist in Rostock das Volk?

Helge Joachim Blankenstein

Gegen den Ausbau des Landhotels

Es erscheint uns wichtig, eine breite Bürgerschaft über unseren Kampf gegen blinden Wirtschaftslobbyismus aufmerksam zu machen. Wir haben hier die herausragenden Stationen chronologisch aufgeführt.

Entwicklung des Landhotels Rittmeister im denkmalgeschützten Bereich von Biestow

 Bis

1963  „neue Schule“ mit mehrklassigem Unterricht

1994    Umbau der Schule zur Gaststätte „Landhaus zum Rittmeister“

1996    Übernahme der Gaststätte durch Fam. Barnehl, jetzige Betreiber

2004    Erweiterung der Gaststätte mit separatem Hotel

seit

2006    Versuch einer weiteren Erweiterung durch Neubau auf dem „Grünflächenverbund“

2009    Vergrößerung der Nebenräume durch Umbau- und Anbau an das alte Gebäude

2009   Anbau Destille an das alte Gebäude

2010    Auslegung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplan

Nr. 09.SO.156 – „Erweiterung Landhotel Rittmeister“

Die unmittelbaren Anwohner erheben Einspruch und wollen ihre ruhige Wohnlage behalten.

Das allgemeine Wohngebiet soll nicht durch ein Sondergebiet ohne angemessene Abgrenzungen geteilt werden.

Sind auch Sie nicht mit allen, durch die Kommunalpolitik diktierten, Entscheidungen einverstanden? Dann möchten wir Sie ermutigen sich ebenfalls zu wehren.

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